Die Cologne Fine Art & COFA Contemporary, die sich durch ihr eigenständiges Profil deutlich von der Art Cologne abgrenzt, begeistert den Besucher durch sein vielfältiges und epochenübergreifendes Kunstspektrum. Rund 150 Galerien und Kunsthändler präsentieren Werke aus mehreren Jahrhunderten der Kunst- und Designgeschichte auf der Cologne Fine Art sowie der COFA Contemporary. Das Angebot der Cologne Fine Art reicht dabei von der Antike bis hin zur Klassischen Moderne und Nachkriegskunst.

Eduard Bargheer, Forio, 1953, Aquarell und Gouache über Bleistift auf dünnem Maschinenbütten, 48,3 x 62,4 cm. © E. Bargheer-Nachlaß, Hamburg/VG Bild-Kunst, Bonn 2016. Courtesy: Thole Rotermund Kunsthandel, Hamburg

Eduard Bargheer, Forio, 1953, Aquarell und Gouache über Bleistift auf dünnem Maschinenbütten, 48,3 x 62,4 cm. © E. Bargheer-Nachlaß, Hamburg/VG Bild-Kunst, Bonn 2016. Courtesy: Thole Rotermund Kunsthandel, Hamburg

Die Messe verbirgt einige Highlights aus verschiedensten Epochen der Kunst- und Designgeschichte. Galerien und Kunsthändler werden zu Kuratoren, indem sie für diese Tage ihre mit großer Sorgfalt ausgesuchten Objekte in Szene setzen. Wer nach neuen Inspirationen Ausschau hält, wird im Rahmen der Cologne Fine Art & COFA Contemporary einiges an spannenden Akzenten der Gegenwartskunst und auch überraschendes längst vergangener künstlerischer Sphären finden. Seitens der Messeverantwortlichen gelten höchste Ansprüche bezüglich der Qualität, dem Zustand und der Provenienz der ausgestellten Objekte. So überprüft für jeden Bereich eine eigene autarke Jury, die sich aus renommierten Experten zusammensetzt sämtliche Objekte. Zudem kooperiert die Cologne Fine Art kooperiert mit dem Art Loss Register, der weltweit größten Datenbank verlorener und gestohlener Kunstwerke.

Max Liebermann, DAME UND ZWEI MÄDCHEN AUF EINER PARKBANK – STUDIE ZUR “PAPAGEIENALLEE” 1901, Pastell auf Papier, 41 x 31 cm. Courtesy: Dr. Michael Nöth -Intermationaler Kunsthandel, Ansbach

Max Liebermann, DAME UND ZWEI MÄDCHEN AUF EINER PARKBANK – STUDIE ZUR “PAPAGEIENALLEE” 1901, Pastell auf Papier, 41 x 31 cm. Courtesy: Dr. Michael Nöth -Intermationaler Kunsthandel, Ansbach

Die 2015 ins Leben gerufene COFA Contemporary, fungiert als eine Plattform für zeitgenössische Kunst, die insbesondere das Potential der hiesigen Galerieszene für zeitgenössische Kunst ausschöpft. Gezeigt werden in dieser Sektion ausschließlich Arbeiten, die nach dem Jahr 2000 entstanden sind.

Erstmals kooperiert die COFA Contemporary in diesem Zusammenhang mit dem in 2016 gegründeten Netzwerk unabhängiger Kunst-, Projekträume und Initiativen von Köln, den „Art Initiatives Cologne“ (AIC), sowie dem Kulturamt der Stadt Köln. Denn nach dem großen Erfolg im vergangenen Jahr soll auch in diesem Jahr nicht-kommerziellen Räumen die Möglichkeit gegeben werden, ihre Arbeit auf der Messe zu präsentieren.

Gemeinsam mit dem BVDG verleiht die Cologne Fine Art seit vielen Jahren einen stark beachteten und relevanten Preis für Künstler. Die Preisträger des Cologne Fine Art Preises werden für ihre herausragenden künstlerischen Leistungen gewürdigt und sind auf der Messe mit einer hochkarätigen Einzelausstellung ihrer Arbeiten vertreten. Der diesjährige Cologne Fine Art Preis wurde der Künstlerin Candida Höfer vergeben. Der Bundesverband Deutscher Galerien und Kunsthändler (BVDG) sowie die Koelnmesse würdigten außergewöhnliche Leistungen der Künstlerin, die sich in ihrem gestalterischen Wirken gänzlich der Malerei verschrieben hat. In den vergangenen Jahren gehörten beispielsweise Sigmar Polke, Thomas Schütte, Georg Baselitz, Günther Uecker, Tony Cragg und Candida Höfer zu den Preisträgern.

COFA Contemporary: Ruri Matsumoto, scramble tape black and white #7, 2016, Acryl auf Leinwand, 190 x 150 cm. Courtesy: Galerie Ulf Larrson, Köln

COFA Contemporary: Ruri Matsumoto, scramble tape black and white #7, 2016, Acryl auf Leinwand, 190 x 150 cm. Courtesy: Galerie Ulf Larrson, Köln

Karin Kneffel, Preisträgerin Cologne Fine Art Preis 2016. Fotograf: Sven Vogel, Köln

Karin Kneffel, Preisträgerin Cologne Fine Art Preis 2016. Fotograf: Sven Vogel, Köln

Nach ihrem Studium der Germanistik und Philosophie nahm Karin Kneffel im Jahr 1981 ein weiteres Studium an der Düsseldorfer Kunstakademie auf – zunächst in der Klasse eines Bildhauers, später bei zwei Malern. Auf die Frage, was sie von ihren Lehrern mitnehmen konnte, antwortete sie: „Zusammenzufügen, was nicht zusammengehört“ bei Johannes Brus, ein „Augenmerk für das Kolorit eines Bildes“ bei Norbert Tadeusz und „über Malerei nachzudenken“ bei Gerhard Richter.

Damit sind drei wesentliche Aspekte ihrer Malerei und ihrer künstlerischen Haltung genannt. Ihre ungewöhnlich farbintensiven Aquarelle sowie Radierungen haben die Wirkungskraft von Gemälde. In ihren frühen Werken fokussierte Karin Kneffel die realistische Darstellung, während sie bei neueren Bildern eher mit unterschiedlichen Perspektiven, Aufhebung der Gravitation oder der Spiegelung von Räumen arbeitet.

Das Zusammenspiel von Lichtreflexen, diffusen Schatten, Blicke durch Fenster in Interieurs oder aus diesen heraus, frei im Raum schwebende Strukturen – Karin Kneffels malerische Dramaturgie Karin erzeugt beim Betrachter Erstaunen und bringt die kraftvolle Bildmotorik sowie die Themenräume mit einem Zitat von Friedrich Nietzsche auf den Punkt: „Alles ist falsch! Alles ist erlaubt!“

www.colognefineart.de

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