Das Palazzo Grassi im wunderschönen italienischen Venedig wartet bis einschließlich dem 03. Dezember 2017 mit einer extravaganten Ausstellung auf:

Damien Hirst präsentiert seine phänomenale Ausstellung „Treasures from the Wreck of the Unbelievable“. Auf über 5000 Quadratmetern erstreckt sich eine Landschaft von kulturellem Gut, das einem den Atem verschlägt und in eine mysteriöse antike Geschichte entführt, die mit ihrem maritimen Charme jeden Besucher auf eine Reise in eine andere Welt einlädt.

'The Sadness' Photographed by Prudence Cuming Associates © Damien Hirst and Science Ltd. All rights reserved, DACS 2017

‚The Sadness‘
Photographed by Prudence Cuming Associates
© Damien Hirst and Science Ltd. All rights reserved, DACS 2017

Nach seinem letzten Solo-Projekt, das auf das Jahr 2004 zurückgeht, ist es dem Künstler Damien Hirst gelungen ein weiteres Mal mit einer großen Ausstellung, die ihm allein gewidmet ist, aufzuwarten.

Der aus Leeds stammende Künstler arbeitete 10 ganze Jahre an der Ausstellung „Treasures from the Wreck of the Unbelievable“, was die Ausstellung zu einer ganz besonderen macht: Selten lässt sich anhand der Kunst die Liebe und Hingabe des Künstlers in solcher Art und Weise bestaunen, wie man sie hier bei Damien Hirst feststellen kann.

'Hydra and Kali Discovered by Four Divers' Photographed by Christoph Gerigk © Damien Hirst and Science Ltd. All rights reserved, DACS 2017

‚Hydra and Kali Discovered by Four Divers‘
Photographed by Christoph Gerigk
© Damien Hirst and Science Ltd. All rights reserved, DACS 2017

Der Brite versenkte manche Kunstwerke der Ausstellung über Jahre, um ihnen einen versunkenen und maritimen Schein zu verleihen, der auf völlig natürliche Art entstanden ist.

Ziel der Ausstellung ist es, die Geschichte, beziehungsweise den Untergang der „Unbelievable“, im griechischen Original mit dem Namen „Apistos“ versehen, was gleichbedeutend ist. Das Schiff steuerte einen Sonnentempel an und war mit zahlreichen kulturellen Schätzen und Gütern beladen, welche den Tempel zieren sollten.

'The Severed Head of Medusa' Photographed by Prudence Cuming Associates © Damien Hirst and Science Ltd. All rights reserved, DACS 2017

‚The Severed Head of Medusa‘
Photographed by Prudence Cuming Associates
© Damien Hirst and Science Ltd. All rights reserved, DACS 2017

Doch wie es das Schicksal vorgesehen hatte, sank die Apistos, mitsamt seiner wertvollen Fracht. Die Ausstellung möchte den Mythos dieser griechischen Überlieferung mit Hilfe der Exponate wieder zum Leben erwecken, was über einen nicht unerheblichen Zeitraum und vielen Stunden mühsamer Arbeit auch in vollem Umfang gelungen ist.

'Remnants of Apollo' Photographed by Prudence Cuming Associates © Damien Hirst and Science Ltd. All rights reserved, DACS 2017

‚Remnants of Apollo‘
Photographed by Prudence Cuming Associates
© Damien Hirst and Science Ltd. All rights reserved, DACS 2017

Die Motive entstammen aus der griechischen Antike und bilden oft mythologische Figuren oder Bilder griechischer Götter aus dem Olymp ab. Die teils mit Algen und Korallen besetzten Skulpturen und Statuen, aber auch Vasen und andere Gefäße, Büsten, etc. vermitteln den maritimen Charme einer versunkenen Legende, die nun wieder an die Oberfläche befördert wurde und mit ihrer vollen Pracht nun wieder im Licht der Sonne erstrahlt und ihre mystische Anmut in die Gemüter der Betrachter zaubert.

Die Ausstellung ist mit einem unvorstellbaren Aufwand betrieben worden und nimmt dank der Opulenz und Gewalt mancher Exponate eine gewaltige Fläche ein, was sich aber in der Wirkung um ein vielfaches auszahlt: Denn die gewaltigen und versunkenen Ausstellungsstücke sind mit einer Hingabe entworfen und bearbeitet worden, wie man sie nach dem Schaffen der antiken Künstler und Bildhauer der Renaissance selten erblicken durfte.

'Proteus' Photographed by Prudence Cuming Associates © Damien Hirst and Science Ltd. All rights reserved, DACS 2017

‚Proteus‘
Photographed by Prudence Cuming Associates
© Damien Hirst and Science Ltd. All rights reserved, DACS 2017

Damien Hirst ist zweifelsohne eine beeindruckende Ausstellung gelungen, die eine Geschichte erzählt und dabei einen Charakter entwirft, der jeden Besucher in seinen Bann zieht und schwer wieder loslässt. Die Gewaltigkeit der Ausstellung ist dabei kein Nachteil, sondern gereicht der Wirkkraft als enormer Vorteil, der zum Träumen einlädt und verzaubert.

Bildquellen

  • Damien Hirst Titelbild: Photographed by Christoph Gerigk © Damien Hirst and Science Ltd.
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