FABERGÉ

Während des Wirtschaftswachstums Ende des 19. Jahrhunderts und Anfang des 20. Jahrhunderts, erlebte die Juwelierbranche in Russland einen regelrechten Aufschwung. Es entstand ein neues, wohlhabendes Klientel, welches die Branchenentwicklung beschleunigte und zur Entwicklung hochwertiger Produkte führte. Man bezeichnet diese Zeit auch als die „goldene Ära“ der Juwelierkunst. Mit seiner Vollkommenheit, vertritt Fabergé bis heute, die Juwelierkunst der Zarenzeit.

Peter Carl Fabergé wurde 1846 in Sankt Petersburg, Russland geboren. Er war Goldschmied und Juwelier. Die Familie zog 1860 nach Dresden, wo Peter und sein Bruder Agathon ihre Ausbildung absolvierten. Nach Abschluss der Ausbildung, kehrte die Familie zehn Jahre später wieder zurück in ihre Heimat Sankt Petersburg. Zwei Jahre später übernahm Peter Carl das Juweliergeschäft der Familie Fabergé. Nebenbei arbeitete er gemeinsam mit seinem Bruder in der Petersburger Eremitage. Sie restaurierten, katalogisierten und schätzten den Wert vieler Schmuckstücke. Diese Art der Arbeit mit alten Schmuckstücken, inspirierte die beiden Brüder. Sie fertigten in ihrer Werkstatt Schmuckstücke im altrussischen Stil oder kopierten vorhandene.

Peter Carl Faberge © FABERGÉ

Der große Erfolg folgte, nachdem sie auf der Allrussischen Ausstellung 1882 in Moskau, einige ihrer Arbeiten an den Kaiser Alexander III. verkaufen konnten. Dieser verlieh Fabergé auch eine Goldmedaille, für das erste Fabergé-Ei. Ab diesem Zeitpunkt, wurde zu jedem Osterfest ein Fabergé-Ei hergestellt. Diese wurden der Zarin Dagmar von Dänemark als Geschenk überreicht. Nach 1895, ließ der Kaiser zwei Eier anfertigen eines für die Zarin und eines für seine Mutter. Es gibt zwei Arten von Fabergé-Eiern, die Prunkeier, die extra für den Kaiser hergestellt wurden und die, die von wohlhabenden Personen in Auftrag gegeben wurden. Die Eier stehen für höchste Goldschmiedekunst und sind ein Symbol des Wohlstands und des Luxus. Bis zum Jahr 1916, entstanden die meisten Werke Fabergés. Durch zahlreiche Anfertigungen für den Kaiserlichen Hof, trug er später auch den Titel des Kaiserlichen Hofjuweliers. Er fertigte nicht nur Schmuck sondern auch Tafelsilber, Skulpturen, Tischuhren und nebenbei billigen Modeschmuck im Stil der westlichen Länder an. 1897 bekam Fabergé vom schwedischen Königshaus den Titel des Königlichen Hofgoldschmieds verliehen. Bei der Weltausstellung 1900 in Paris, war sein Werk der Beitrag Russlands. Durch die Russische Revolution und das Ende der Romanow-Dynastie, kam es zu einer Verstaatlichung des Unternehmens und letztendlich zur Schließung. Peter Carl Fabergé, floh mit seiner Familie nach Finnland und später nach Deutschland. faberge-logoNach seinem Tod, verloren die Erben, die Rechte am Namen Fabergé. Der Kreis der Geschichte schloss sich, als 2007, Fabergé unter neuer Leitung und Eigentümer die Rückkehr der Marke gemeinsam mit der Familie Fabergé bekannt gab. Ein neues Kapitel öffnete sich. Die heutigen Werke von Fabergé beruhen auf der Inspiration aus der Vergangenheit des Unternehmens und erstaunen durch ihre atemberaubende Individualität, die sie vermitteln. Das erste Fabergé-Ei nach der Oktoberrevolution war das „Gorbatschow-Friedens-Ei“, das dem ehemaligen Präsidenten, anlässlich der Verleihung des Friedensnobelpreises überreicht wurde. Das aufwändigste jemals erschaffene Fabergé-Ei, stammt von Victor Mayer - das „Mondphasen-Ei“, für dessen Herstellung Mayer 18 Monate benötigte.

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