GF Genuss + FeinSinn – GF STUTTGART for connaisseurs Winter/Spring 2010-11

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Mit dem Sonderthema Gold greifen wir einen ästhetischen Themengegenstand auf, der die Schmuck- und Uhrenbranche prägt sowie höchste Wertschätzung genießt. Von den Alchemisten als „Sol“ oder „Rex metallorium“ klassifiziert, impliziert das Gold eine vielschichtige semantische und metaphysische Ebene. Die unumschränkte Absolutheit des Goldes eine vielschichtige semantische und metaphysische Ebene. Die unumschränkte Absolutheit des Goldes taucht bereits in den Sabäischen Keilschriften (8. Jh. V. Chr.) als die „fassende Hand der Macht“ auf. In den Heidelberger Jahrbüchern der Literatur (1823) wird die Aseität des Goldes am Kult des Zoroaster wissenschaftlich dargelegt und als „Goldmacht“ oder „Macht des Sonnengottes“ gedeutet, ähnlich dem Kult des persisch-römischen Lichtgottes Mithra. In seinen 1823 erschienenen Schriften widmet Johann H. Pestalozzi das Kapitel „Der Ursprung der Kronen“ einer Abhandlung über das Gold als Machtsymbol, das die Könige als „gegossene goldene Ringe um ihre Schläfe“ trugen. Die Farbe war nicht nur den Königen Europas vorbehalten. In China symbolisierte das Auroragelb den Stand des Kaisers. In den naturwissenschaftlichen und medizinischen Traktaten des 19. Jahrhunderts nahm Gold – als Heilmittel und in Form trinkbarer Essenz zubereitet – einen bedeutsamen Stellenwert ein. Therapien mit Gold pflegte bereits Theophrastus Paracelsus, der die Alchemie als „modum praeparandi rerum medicinalium“, als die Kunst, Arzneien zu bereiten, bezeichnete und dem Aurum in seiner „Homöobiotischen Medizin“ besonderes Augenmerk schenkte. Der symbolischen Kraft unseres Titels entsprechend, wünschen wir Ihnen ein goldenes 2011 und viel Vergnügen mit der Edition.

Inhalt

  • Gold
  • Johnnie Walker Blue Label
  • Architektur in Stuttgart
  • Bugatti Veyron

Bildquellen

  • GF Genuss + FeinSinn – GF STUTTGART for connaisseurs: GF-Luxury Redakteur
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