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IM REICH DER SINNE

Für den kürzesten aller Zeiträume sind sie sich begegnet, aus dem Nichts: ein virtuelles Teilchen und sein Antiteilchen. Eine Vakuumfluktuation, in der Nähe eines Schwarzen Lochs. Das Teilchen überquert dabei diese Grenze, hinter der die Masse des Schwarzen Loches Raum und Zeit so stark krümmt, dass nichts – nicht einmal Licht – schnell genug ist zu entfliehen. Das Teilchen stürzt in das Schwarze Loch und verschwindet. Sein Antiteilchen bleibt allein zurück, um als Strahlung Wirklichkeit zu werden. Sie werden sich wieder begegnen, an dem Ort der Unendlichkeit, den sie beide in sich tragen und der uns zuflüstert: Bienvenue à la maison….Und ein Schleier der Stille senkt sich herab.

Es gibt Orte, die ihren eigenen Kosmos kreieren. Weil sie aus dem ganz eigenen Kosmos ihrer Schöpfer entstanden sind. Geheimnisvoll. Mit einem Sinn für das Unfassliche. Voller surrealer Mystik.

Zwei solcher Ort befinden sich in Paris: das Luxushotel „La Maison Champs -Élysées, ausgestattet von dem wohl unergründlichsten Modehaus unsere Tage: der Maison Margiela, deren Gründer Martin Margiela in den zwanzig Jahren, die er dort wirkte, am Ende seiner Show niemals den Laufsteg betrat, nie Interviews gab, von dem gerade einmal ein einziges Bild veröffentlicht wurde und den niemand jemals traf. Und der Privatclub „Le Silencio“ des Regisseurs David Lynch, dem „Czar of the Bizarre“, der uns einlädt zu einer Begegnung des Gewohnten mit dem Andersartigen.

Bar in ALEXANDRE GUIRKINGER

© ALEXANDRE GUIRKINGER

Bildquellen


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