Special: Das Hemd – Qualitätsmerkmale eines Hemdes

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Material: Die besten Oberhemden sind aus Baumwolle, als führende Qualitäten gelten Two-Ply (Vollzwirn), gekämmte oder ägyptische Baumwolle sowie karibische Sea-Island Cotton. Die feinste Webart ist der Batist, Chambray hat eine leicht changierende Optik, Gabardine bezeichnet festere Stoffe mit diagonalrippen-Optik.

Stichlänge: Ein gutes Hemd erkennt man an der Präzision und Detailverliebtheit, mit der es verarbeitet wurde. Feine, enge Nähte mit etwa sechs bis zehn Stichen pro Zentimeter sind ein Zeichen von guter Qualität, weil diese engeren Stiche mehr Zeit benötigen.

Hemd mit Anzug – Die perfekte Kombination

Hemd mit Anzug – Die perfekte Kombination

Kragenstäbchen: Jedes gute Hemd, zumindest mit Haifisch- oder Kentkragen, sollte herausnehmbare statt fest eingenähte Kragenstäbchen haben, die einen dauerhaften korrekten Sitz des Kragens gewährleisten. Richtig fein wird es, wenn man die kunststoff-Stäbchen durch persönlich, vielleicht sogar gravierte Silber- oder Edelstahl-Stäbchen ersetzt!

Perlmuttknöpfe: Der echte, aus der Innenschicht von Muschelschalen geschnittene Perlmuttknopf zählt zur Königsklasse. Je dicker der Knopf, umso kostbarer ist diese elegante Zutat. Er wird bei guten Hemden über Kreuz angenäht. Handgenähte Knopflöcher kennzeichnen höchste Qualitätsansprüche.

Kragen: Der Kragen ist die Visitenkarte des Hemdes. Er wird aus zwei Teilen gefertigt, dem Oberkragen und dem Unterkragen (auch Kragensteg genannt). Nur durch diese aufwändige Teilung und saubere Schnittführung sind optimale Passform und Bequemlichkeit gewährleistet. Die weichen, formstabilen Einlagen sind handvernäht mit dem Oberstoff verbunden statt geklebt. Der Hemdkragen sollte die richtige Breite haben, d. h. er sollte im Nacken hoch genug geschnitten sein, um 1 bis 2 Zentimeter über den Vestonkragen hinauszuragen.

Übergänge: Bei guten Hemden ist der Ärmel zur Manschette mehrfach gefaltet. Zusätzlich gibt es einen kleinen Knopf oberhalb der Manschette, der das unschöne Aufklaffen des Hemdes über dem Arm, wenn er aufgeknöpft wird, verhindert. Bei sehr guten Hemden sitzt dieser Knopf waagerecht und nicht senkrecht.

Der Musterlauf ist ein wichtiges Qualitätskriterium, zum Beispiel am Übergang vom Schulterteil zum Ärmel. Hier sollten Streifen und Karos exakt abschließen. Die Brusttasche sollte im Fadenverlauf geschnitten sein auf Linie aufgenäht werden, so das Stoffmuster nahtlos ineinander übergehen.

Speziell an der Schulterpartie des Hemdes lässt sich die Handarbeit eindeutig erkennen. Während bei maschineller Fertigung ein glatter Übergang von der Schulter in den Ärmel zu finden wäre, wirkt der Stoff hier leicht gerafft, ein Zeichen, dass diese Stelle von Hand genäht ist.

Manschette: Die Manschette liegt eng genug am Handgelenk an, um die Hand richtig zu umrahmen. Sie sollte also nicht so weit sein, dass man sie geschlossen über die Hand ziehen kann. Sie schaut 1,5 bis 2,5 Zentimeter unter dem Vestonärmel hervor, auch bei angewinkeltem Arm. Die Doppelmanschette gilt als eleganteste Form.

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