80 Jahre Silberpfeile – Lebendige Motorsportgeschichte!

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Am 3. Juni dieses Jahres feierte Mercedes-Benz den Geburtstag seines legendären W 25, der die Ära der Silberpfeile einläutete und 1934 mit seinem Sieg in Rekordzeit auf dem Nürburgring als erstes Vehikel mit dem Stern überhaupt als Silberpfeil bezeichnet wurde. Der Mythos, der daraus entstand und bis heute ungebrochen ist, erfreut sich auch 2014 noch größter Beliebtheit und ruhmreicher Erfolge. Schließlich ist dem aktuellen Silberpfeil der Titel der Formel 1-Weltmeisterschaft bereits jetzt sicher.

© Mercedes-Benz S63 AMG 2014

Manfred von Brauchitsch gilt als erster Pilot des Silberpfeils und hat dadurch seinen Platz in der Mercedes-Benz-Historie sicher. Trotzdem werden sich deutlich mehr Menschen an sein Gefährt als an seinen Namen erinnern, denn schließlich handelt es sich dabei um den legendären W 25, einen Meilenstein der Rennsportgeschichte, der in der Eifel auf dem Nürburgring mit einer noch nie dagewesenen Durchschnittsgeschwindigkeit von über 122 km/h den Startknopf eines Triumphzuges drückte, der bis heute anhält.

Auch die direkten Nachfolger des W 25 erhielten teils wegen ihres sagenhaften Vorfahren, teils aber auch wegen eigener Erfolge den Namen Silberpfeil. Und so ist die Zeit vor dem zweiten Weltkrieg Keim- und erste Blütezeit des Begriffs. Der W 125 und der W 154 sowie der 1939 auf die Rennstrecke geschickte W 165 sind geborene Siegertypen, zeitgenössische Träume aus Aluminium und Metall und

© Mercedes-Benz AMG S65

Boliden, die optisch wirklich an Silberpfeile erinnern konnten, wenn sie mit 300 km/h an den Zuschauern nur so vorbeischossen.

Ein Silberpfeil nach dem Krieg war bis 1950 undenkbar, doch der W 196 R konnte der schweren Bürde gerecht werden und sich in der Saison 54/55 erneut diesen Namen verdienen. Mit zwei Fahrerweltmeisterschaften in der Formel 1 gab er deutschen Rennsportfans Grund zum Jubeln und begründete gemeinsam mit den Rallye-Boliden 300SL und 300SLR, die schnelle Erfolge bei „Carrera Panamericana“, „Mille Miglia“ oder in Le Mans feierten, eine zweite Generation Silberpfeile. Nach dem großen Unglück von Le Mans 1955, als über 80 Menschen den Tod fanden, fühlte Daimler-Benz sich im Entschluss bestärkt, sich aus dem Rennsport zurückzuziehen.

Erst Ende der 1980er kehrte der schwäbische Autobauer wieder wirklich auf die Rennstrecken der Welt zurück und hielt damit die Flamme des fast vergessenen Silberpfeil in Kooperationen mit Sauber und McLaren am Lodern. Allerdings erst, nachdem die großen Erfolge ausblieben, entschloss sich das Team wieder ab 1997, zu einer silbernen Grundfarbe der Boliden zurückzukehren. Anschließend stießen die Rennwagen mit Stern wieder vom Mittelfeld in die Spitzengruppe und feierten in den 90er-Jahren und der ersten Dekade des 21. Jahrhunderts wieder einige Weltmeistertitel.

Das seit 2010 wieder eigenständige Mercedes-Benz-Grand-Prix-Team wird in dieser Saison erstmals nach 59 Jahren sowohl die Trophäe der Fahrerweltmeisterschaft als auch die für die Konstrukteursweltmeisterschaft entgegennehmen dürfen und führt damit den Mythos eines echten Silberpfeils in neue Dimensionen. (rh)

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