Bereits seit 2015 ist die FashionTech ein fester Bestandteil der Berliner Fashionweek, auf der die aktuellsten Trends einem exklusiven Publikum präsentiert werden. Was zunächst als Event für technikaffine Menschen anmutet, entpuppt sich schnell als wegweisend für die Zukunft: Bereits jetzt sind viele technische Gadgets in der Alltagsbekleidung versteckt. Als Beispiele dienen hierbei vor allem Smart-Watches und Armbänder, die auch für den Sport gebraucht werden können.

Die FashionTech hat sich nicht nur durch ihre Bedeutung für die Moder der Zukunft behauptet, sondern auch weil ihre Relevanz für die Einbindung technischer Möglichkeiten in den Alltag über die Jahre immer weiter gewachsen ist.

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© FashionTech Berlin

Die Höhepunkte der FashionTech stellen natürlich beeindruckende Kleider dar, auf denen plötzlich ein Screen erscheint, auf dem Tweets gelesen werden können. Doch die Möglichkeiten für die Schnittstelle zwischen Technik und Fashion bieten noch weitaus mehr Möglichkeiten als die direkte Verbindung zu social Media-Plattformen.

Da die Symbiose von Mode und Technik auf dem Markt eine wahre Bereicherung darstellt, hat sich die FashionTech in den letzten Jahren dahingehend entwickelt, dass die Präsentationen über rein modische Erscheinungen hinausgehen: Neben Fashion und Technik steht eine erstklassige Show mit einem umfangreichen Programm, das mit E-Commerce, Einzelhandel, Wearables, intelligenten Textilien sowie mit digitalem Marketing und der damit einhergehenden Kommunikation beschäftigt.

So ist es keine Seltenheit, dass zu den bereits etablierten Designern der Branche auch Start-Up-Unternehmen an der Messe teilnehmen, um die neusten Kreationen und Konzepte vorzustellen. Denn neben dem modischen Aspekt geht es auch um die Zukunft zweier Branchen: Die Technikindustrie und die Fashionwelt. Durch die neuesten Errungenschaften auf dem kombinatorischen Gebiet, sind beide mehr oder minder zu direkten Konkurrenten geworden. Auch scheint eine Kooperation der beiden Industriezweige für die Zukunft ein bedeutender Schritt zu sein, um sich gegen die wachsende Konkurrenz durchsetzen zu können.

FASHIONTECH.berlin 08.07.2015

© FashionTech Berlin

So führt der modische Trend weitergehend zur Einbindung technisch relevanter Gegenstände in die Alltagsbekleidung, zum Beispiel eine Jacke, die eine eingebaute Möglichkeit besitzt, den Blutdruck des Trägers zu messen. Gerade auf dem medizinischen Bereich ist die Kombinatorik von Fashion mit nützlichen Gadgets ein spannendes Themenfeld für die Zukunft, da so im Alltag unangenehme medizinische Messungen unauffällig und zudem noch mit Stil erledigt werden können, ohne sich im Alltag völlig nach ihnen ausrichten zu müssen.

Eine andere Errungenschaft besteht in den intelligenten Textilien. Sie sind nicht mit einem technischen Gadget verbunden, sondern lösen von der praktikablen Seite her, die klassische Baumwolle langsam ab. So wurden zum Beispiel Stoffe vorgestellt, die aus Knochenzellen hergestellt, oder direkt aus dem 3D-Drucker produziert.

Gerade durch den Aspekt der Nachhaltigkeit gewinnt die Generation neuer Stoffe für Mode immer mehr an Bedeutung: Auf der FashionTech 2017 wurden Stoffe vorgestellt, die aus Algen bestehen, welche im Vergleich zur Baumwolle weit weniger Mittel zur Schädlingsbekämpfung benötigen und somit einen umweltfreundlicheren Aspekt bei gleichbleibender Qualität ermöglichen

Die FashionTech stellt die Mode von morgen vor. Mit zwei jähriger Existenz ist der Zweig noch relativ neu, aber hat bereits eine Pool Position inne, wenn es um innovative Kombinationen von Technik und Mode geht, wodurch er die Fashionwelt der nächsten Jahre bestimmen könnte.

Die Branche kämpft noch mit der ein oder anderen technischen Umsetzung, aber die Ideen und Ansätze sind bereits zahlreich vertreten, um das Problem als kleine Startschwierigkeit zu deklarieren, bis sich der Markt mit der zugehörigen Forschung orientiert hat.

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