Bollinger Champagner – Synonym für Spitzenchampagner – Sinnbild vollendeter Inspiration

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Das 1829 gegründete Unternehmen Bollinger ist eines der wenigen renommierten Champagnerhäuser in Familienbesitz der Nachfahren von Jacques und Charlotte Bollinger. Die Wurzeln – allerdings unter anderem Namen – reichen bis in die Mitte des 16. Jahrhunderts zurück. Spätestens als das Champagnerhaus 1884 zum Hoflieferanten von Queen Victoria ernannt wurde, begann der weltweit gute Ruf des Champagners, der im Ausland mit dem Kürzel „Bolly“ versehen wurde.

Bollinger

@ Bollinger

Die Familie Bollinger nimmt seit jeher eine konsequente Haltung ein, welche fernab von fantasieloser Gewinnmaximierung ihrer stringenten Philosophie der maximal erzielbaren Qualität folgt. Gerade einmal ein Prozent Marktanteil auf dem Champagnermarkt fällt auf Bollinger. Ein Umstand, der aus einem gezielten Reduzieren hervorgeht, um den selbst gesetzten höchsten Qualitätsansprüchen zu genügen. Diese Reduktion auf das Beste durchzieht die Champagnerherstellung des Hauses in sämtlichen Bereichen. So werden nur die Reben erstklassiger Jahrgänge verarbeitet und von diesen nur der Saft der ersten Pressung (die so genannte Cuvée). Außerdem verwendet Bollinger für jedes Produkt des Hauses Wein, der zu mindestens 80 % aus den allerbesten Lagen stammt.

Bollinger Champagner ist und war immer etwas Besonderes. Doch die entscheidenden Schritte, denen die Marke ihre heutige erlesene Qualität und ihr herausragendes Image verdankt, leitete Elisabeth „Lily“ Bollinger (1899-1977) ein. „Tante Lily“, wie sie betriebsintern noch immer genannt wird, führte das Unternehmen nach dem Tode ihres Mannes 1941 drei Jahrzehnte lang. Sie prägte maßgeblich die Ausrichtung der Marke auf besondere Spitzenqualität und erwarb einen Großteil der Grand Cru-Lagen des Hauses. Bekannt war Lily Bollinger zudem für ihre medienwirksamen Auftritte. Entsprechend legendär ist ihre Antwort auf die Frage eines Journalisten, wann sie Champagner trinke:

„Ich trinke Champagner, wenn ich froh bin, und wenn ich traurig bin. Manchmal trinke ich davon, wenn ich alleine bin; und wenn ich Gesellschaft habe, dann darf er nicht fehlen. Wenn ich keinen Hunger habe, mache ich mir mit ihm Appetit, und wenn ich hungrig bin, lasse ich ihn mir schmecken. Sonst aber rühre ich ihn nicht an, außer wenn ich Durst habe.“

Madame Bollinger sagte dies 1961 bei der Vorstellung ihrer ersten großen Champagnerkomposition, dem R.D. Jahrgang 1952. Der R.D. (Recémment Dégorgé) ist ein Champagner, der außergewöhnlich lange (acht Jahre und länger) auf der Hefe gereift ist und erst wenige Monate vor der Auslieferung degorgiert wird. Der so gewonnene Champagner inspiriert mit einem unvergleichlich komplexen Körper und einem filigranen Nuancenreichtum, von dem eine kräftigende Vitalität ausgeht, die zarte Akzente von Steinobst und Trüffeln anklingen lassen. Der Bollinger R.D. gilt als Champagner-Preziose des Hauses Bollinger.

Einen weiteren Höhepunkt des Hauses stellt die Linie La Grande Année dar – das Aushängeschild eines subtilen Spitzenchampagners, der ausschließlich in Jahren produziert wird, in denen die Weinlese unter optimalen Bedingungen stattgefunden hat. Die Assemblage des Jahres 2004 besteht zu 66 Prozent aus Pinot Noir und zu 34 Prozent aus Chardonnay. Nur Traubengut höchster Qualität, das in Eichenfässern vergoren und ausgebaut wird und neun Jahre zu reifen hat, wird bei Bollinger zur Komposition von Jahrgangschampagnern verwendet. Der rosé-farbene bis altgoldene Farbton deutet auf die lange Reifung des Weines hin. Im Jahr 2004 erfolgte die Lese vom Spätsommer bis Mitte Oktober. Dieses Jahr erwies sich laut Bollinger „als herausragendes Lesejahr“. Der Grande Année verfügt über eine grandiose Komplexität und vielschichtige Finesse; das signifikante Mousseaux ist wunderbar samtig, voluminös und im Abgang von inspirierender Intensität.

www.champagner-bollinger.de

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