C. Bechstein – Bechstein Flügel

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Mit einzigartiger Transparenz und dynamischer Intensität beschwört der legendäre Bechstein-Flügel den tiefgründig-romantischen Klang wieder herauf, den ihm sein Erbauer Carl Bechstein einst einhauchte. Seit über 150 Jahren baut die generationenüber greifende Traditionsfirma vollendete Instrumente, die allein es einem Genius erlauben, seine hohe Kunst wahrhaftig zu entfalten.

© C. Bechstein AG

Carl Bechstein (1826–1900), der bereits im Alter von 14 Jahren seine Ausbildung zum Klavierbauer begann, gründete 1853 im Magazin des Berliner Unternehmens Perau seine eigene Werkstatt, in der er während der ersten sechs Jahre 176 Klaviere und Flügel vollständig aus eigener Kraft herstellte. Mit dem Pianisten Hans von Bülow gewann er einen seiner wichtigsten Kunden, der die Qualität der herkömmlichen Instrumente kritisierte, die den Anforderungen der romantischen Klaviermusik und der damit einhergehenden Anschlagtechnik von ihm und seinem ehemaligen Lehrer Franz Liszt nicht gewachsen waren. Daher revolutionierte und perfektionierte Bechstein den Konzertflügel, den Bülow 1857 mit der Klaviersonate in h-Moll von Franz Liszt der Öffentlichkeit präsentierte. Mit diesem glamourösen Auftritt, der das Pianoforte zum absoluten Favoriten unter den Klavieren erhob, begann der rasante Aufstieg der edlen Manufaktur, die nach dem Tod Peraus 1861 national und international expandierte. Der Höhepunkt seines Lebenswerkes war erreicht, als Bechstein 1896 die Goldmedaille der Großen Berliner Gewerbeausstellung verliehen wurde. Zwar haben sich mittlerweile Hörgewohnheiten und Spieltechniken dem Zeitgeschmack angepasst, das Unternehmen C. Bechstein Flügel und Klaviere steht jedoch weiterhin in der Tradition des Gründers und sucht nach seinem historischen Vorbild noch immer den Dialog mit den berühmtesten Künstlern, um die Klavierbaukunst zu optimieren. Viele große Pianisten der Vergangenheit und Gegenwart haben wie Jorge Bolet ihre Musik auf Instrumenten der Firma Bechstein aufgenommen.

Magie vergangener Epochen

In der Berliner Spezialwerkstätte ist die Magie, die die Zeitzeugen einer großen Epoche wie Brahms, Wagner, Menuhin und Furtwängler umgibt, ungebrochen spürbar. Wertvolle Einzelstücke, die einst in Königshäusern standen, Flügel aus Konservatorien und Privathaushalten werden hier sorgfältig restauriert – hauptsächlich Verschleißteile an der Mechanik, an Saiten und Oberfläche –, während die entscheidende Grundsubstanz meist die extremen Klimaschwankungen, Transporte und gar Weltkriege gut überstanden hat. Seit der Gründung gehört die Förderung der Klavierkultur, die früher in den Bechstein-Sälen von Berlin, London, St. Petersburg und Paris ihren Platz hatte, zur Firmenphilosophie, die heute in Form von internationalen Klavierwettbewerben und Konzerten weltweit ihren faszinierenden Ausdruck findet. Die Bechstein-Häuser, die sich schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts in wichtigen europäischen Hauptstädten befanden, sind heute als Bechstein Centren allein in Deutschland achtmal vertreten Als wahre Kunstwerke eröffnen C. Bechstein Flügel und Klaviere eine lyrische Welt voller fantastischer Tiefe und feinster Nuancen, wie der bezaubernde Konzertflügel, der aus einer einzigartigen Symbiose von Tradition und Zukunft entstand und dessen einmaliger Charme sich mit der kraftvollen Dynamik höchster Musikalität vereint. Zum 150-jährigen Jubiläum der berühmten Manufaktur entwarf Produktdesigner Volkmar Rommel aus Schwäbisch Gmünd im Jahre 2002 mit dem mehrfach ausgezeichneten Millenium 116, ein klassisch-zeitloses Meisterstück in Klang und Ästhetik, das durch seine puristische Schönheit besticht. Zur musikalischen Oberklasse zählen die neuen, dynamischen Academy Flügel und Klaviere, die speziell für die professionellen Ansprüche von Hochschulen konzipiert wurden. Das Geheimnis der besonderen Klangeigenschaften bei der erfolgreichen Marke Zimmermann entsteht aus der Komposition ausgewählter Materialien, ausgereifter Konstruktionsprinzipien und einer akribischen Verarbeitung. In Tschechien befindet sich das Werk W. Hoffmann, das liebevoll-handwerkliche Individualfertigung mit der Qualität des Spitzenherstellers verbindet. Die robusten Euterpe-Instrumente mit dem sympathischen Klangprofil, die sich durch eine ansprechende Optik der aufwendig gearbeiteten Gehäuse auszeichnen, sind besonders für die ersten Schritte werdender Musikers geeignet. C. Bechstein wendet für jedes Instrument mehrere Jahre Vorbereitungszeit für die Materialien und viele Monate für den eigentlichen Manufakturprozess auf, um jedes einzelne Meisterstück in sensibler Feinarbeit zu formen. Für den komplexen Klavierbau ist die kontinuierliche Spitzenqualität aller Materialien notwenige Voraussetzung. Die Hölzer bestehen von der Bohlenware bis zum Resonanzboden aus feinjähriger Bergfichte, die Gussplatte aus feinstem Metall von exzellenter Qualität. Für den Rast und das Spielwerk werden Bauteile der originalen Bechstein „SILVERLINE“, das capo d’astro und das C. Bechstein Duplexsystem verwendet. Ständig werden Innovationen entwickelt, wie die Neukonstruktion der Gussplatte, die Verstärkung der Ahornlagen für den Stimmstock, das Einleimen des Resonanzbodens und die Beschichtung des Gehäuses, um die Bodenelastizität des Konzertflügels zu erhöhen. (sh)

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