Kataloniens Seele liegt an der goldenen Küste

Eine urwüchsige, verwegene Landschaft rauer Schönheit; eine eigenständige, stolze und selbstbewusste Kultur feinster Differenziertheit; eine Fülle an kulinarischen Bonbons mit einer ganz und gar charakteristischen Mischung aus rustikaler Grobheit und verästeltem Feinsinn: Die Costa Daurada (dt. auch Costa Dorada) ist in ihrer malerischen Schroffheit einzigartig und, geprägt von der sensiblen Seele Kataloniens, eine in vielerlei Hinsicht lohnenswerte Reisedestination.

Katalonien © Bilder: rotala.de herole.de spanien-newsletter.de static.panoramio.com hipforvip.com

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Katalonien, diese autonome Region Spaniens, hebt sich nicht nur sprachlich stark von den anderen Landesteilen ab: Das Katalanische, das wie eine härtere, kantigere, weniger süßliche Version des Spanischen klingt und aussieht, ist nur die offensichtlichste Ausprägung der Eigenständigkeit dieser kulturhistorisch hochinteressanten Nation, der ihre wechselhafte Geschichte neben ihrer kämpferisch-stolzen, starken Identität auch eine fortdauernd angespannte Beziehung zur kastilischen Dominanz Madrids beschert. Diese Komplikation findet Ausdruck in der in den letzten Jahren wieder erstarkten Autonomiebewegung der Region: An etlichen Terrassen und Balkons in Dörfern und Städten der Costa Dorada sind katalanische, rot-gelb-gestreifte Flaggen angebracht, die von einem weißen Stern auf blauem Untergrund ergänzt werden. Ein pikantes Detail, da damit zum Ausdruck gebracht wird, dass man sich für eine Unabhängigkeit Kataloniens vom übermächtigen Madrid (zumindest symbolisch) engagiert. Spätestens aber, wenn am Flughafen in Barcelona Durchsagen nach Katalanisch und Englisch erst in der dritten Version auf Spanisch ertönen, muss man verstanden haben, dass man hier zwar offiziell in Spanien verkehrt, dass Spanisch aber nicht mehr als der Rang einer Fremdsprache zugestanden wird.

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mehr unter: www.barcelona.com

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