Das Jahr in 33 Schuhen Die Schuhmode 2013 – Ein Rückblick

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Einen Jahresrückblick ganz anderer Art präsentierte das französische Modemagazin Vogue. Unter dem Motto „Das Jahr 2013 in 33 Schuhen“ schaut die Zeitschrift zurück auf besonders bemerkenswerte Höhepunkte der Schuhmode des letzten Jahres.

Escarpins en vison, Celine

Escarpins en vison, Celine

Das Pariser Magazin Vogue hat sich auf den Weg gemacht, das vergangene Jahr in 33 außergewöhnlichen Paaren Schuhen zu durchwandern. Eine Auswahl dieser bemerkenswerten Schuhkreationen möchten wir Ihnen nun präsentieren.

Den Beginn macht ein Paar Tanzschuhe, entworfen von Phoebe Philo, der Chefdesignerin von Céline. Ihre Schuhe greifen den Trend auf, durch den Pelze in den letzten Jahren wieder verstärkt Einzug in die Modewelt gefunden haben. Bei Philos Kreation wartet mit einem minimalistischen Namen auf, der sogleich Programm ist. Ihre „Escarpins de vison“ sind eben dies: Tanzschuhe aus Nerz. Vollständig mit Nerz überzogen, wurden sie von Vogue als Offenbarung gefeiert.

Les sandales palme d'or de Giuseppe Zanotti

Les sandales palme d’or de Giuseppe Zanotti

Mit dem Material überrascht auch der New Yorker Alexander Wang, der für das Modehaus Balenciaga wirkt. Er stellte im Frühjahr 2013 seine Kollektion vor, die aus phosphoreszierenden Kleidern und Schuhen bestand. Präsentiert in vollkommener Dunkelheit wurde das Leuchten der Textilien eindrucksvoll in Szene gesetzt.

In die Welt der Filmstars entführt der Stöckelschuh von Giuseppe Zanotti. Seine Kreation Palme d’Or ist, wie bereits am Namen unschwer zu erkennen ist, inspiriert von der Goldenen Palme der Filmfestspiele von Cannes. Er kopiert die schwungvolle Gestalt des Filmpreises und zaubert die goldene Figur auf den Damenfuß, um diesen auszuzeichnen.

Les escarpins translucides de Chanel

Les escarpins translucides de Chanel

Lockerer kommen die Kreationen von Maria Grazia Chiuri und Piepolo Piccioli vom Modelabel Valentino daher. Ihre neue Kollektion von Espandrillos verrät ihr Geheimnis erst auf den zweiten Blick. Die gemütlichen Sommerschuhe sind in diesem Falle nämlich nicht aus Baumwolle genäht, sondern aus Seide. Gestaltet sind sie im Stil der 50er Jahre mit Punkten.

Eine ähnliche Richtung schlägt Tod’s ein und lässt die Slippers aufleben. Im Retrolook gestaltet sind die vermeintlich einfachen Schuhe doch Ergebnis meisterhafter Arbeit italienischer Schuhmacherkunst. Sommerliche Farben zeichnen sie aus. Tod’s Slipper sind in Sonnengelb, Fuchsienrot und Pastellblau erhältlich.

Ganz unkonventionell und geheimnisvoll hingegen der Nova Shoe von der irakischen Designerin Zaha Hadid. Der Neue Schuh, den sie für das Label United Nude entworfen hat, wurde wegen seines außergewöhnlichen Designs als Revolution gefeiert. Inspiriert von Architektur und Technik gibt sich der Nova Shoe erst am Fuß als Schuh zu erkennen. Gefertigt aus Vinyl und Chrom ist der Entwurf Kleidungsstück und Skulptur, Vorbote der Zukunft und Hommage an das ausklingende Industriezeitalter zugleich.

Dass unterschiedliche Anlässe unterschiedliche Schuhe erfordern ist ein kaum zu leugnender Fakt. Gleichsam von der Architektur beeinflusst, zeigt sich Pierre Hardy, ehemals Modeschöpfer bei Dior und seit 2003 Inhaber seines eigenen Labels Palais Royal. Den Namen entlehnt die Marke dem Standort ihrer ersten Boutique im Jardin du Palais Royal. Zum zehnjährigen Jubiläum gestaltete Hardy verschiedene legere, aber elegante Schuhe, die Kunstwerken des Jardins nachempfunden sind.

Zum Ende des Jahres erstrahlen die Tanzschuhe aus dem Hause Cesare Paciotti Der Schuh „Absolute Lumière“ hält was er verspricht und garantiert das Absolute an Licht, das ein Schuh ausstrahlen kann. Winzige LED-Leuchten sind in den Schuh eingearbeitet und funkeln wie Sterne vor dem Kontrast des schwarzen Schuhleders. Im späten Herbst erschienen, nahm Absolute Lumière die Lichterwelt der Weihnachtszeit vorweg.

Gleiches gilt für Miu Mius Weihnachtsschuhe. Das Unterunternehmen von Prada hat sie für den Film „La Vie d’Adèle“ entworfen. Die Außenhaut des Schuhs ist ein Teppich aus Edelsteinen. Smaragde, Rubine und Saphire verwandeln den Schuh in ein Kaleidoskop aus Licht und Farben. Man staunt angesichts dieser abundanten Fülle erlesenster Materialien, dass diese Schuhe für lediglich 850 Euro angeboten werden.

Aufstrebend, aufregend, strahlend und majestätisch wie ein Feuerwerk stellen sich die Schmetterlings-Sandalen von Sergio Rossi dar. Vorbild für die hochstöckeligen Sandalen ist ein der Kandelaber Gocce Oro der Künstlerin Gabriella Crespi. Hier wie dort sind filigrane Schmetterlinge aus Gold zentrale Elemente der Komposition.

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