2011 wurde die Internationale Akademie für Regulationsmedizin und Bewusstseinsforschung INAKARB in Kooperation mit der Privatpraxis und Gesundheitszentrum Prof.*Dr. nauk*Dr. med Enrico Edinger in Rolandseck bei Bonn eröffnet. Sowohl in seiner wissenschaftlichen, als auch therapeutischen Arbeit verfolgt Professor Edinger ein grundlegendes Ziel: die in der Raumfahrt gewonnenen, komplexen medizinischen Erkenntnisse für die praktische ärztliche Arbeit zu nutzen.

@ INAKARB© INAKARB

@ INAKARB

Dr. A.Onur: Der Mobilfunk gilt als eine geniale Erfindung, die seit über 25 Jahren die Welt begeistert und als Revolution in der Informations- und Vernetzungspolitik sowie Kommunikation gefeiert wird. Welche gravierenden Probleme, die mit dieser Entwicklung einhergehen, wurden vernachlässigt oder gar verschwiegen? Wo sehen Sie die signifikantesten Gefahrenquellen?

Prof. E.Edinger: Der Mobilfunk blickt auf eine sehr viel längere Geschichte zurück – die Entwicklung begann bereits um 1920 mit der Erfindung des Meißnischen Röhrensenders. Aber erst gegen 1950 konnte die amerikanische Firma Bell den Mobilfunk in Amerika etablieren. Damals ahnte noch niemand, welche Folgen diese Form der Kommunikation haben würde und wie sich die Technik entwickelt. Durch immer mehr Netze und immer größere Reichweiten hat sich die Wattzahl der Geräte stetig erhöht. Digitale mobile Geräte funken mit nicht-ionisierender Strahlung. Die Risiken der elektromagnetischen Felder (EMF) für den Menschen sind seit den 50erJahren aus Medizin und Militärforschung bekannt. Über die Risiken der Mobilfunktechnologien werden die Nutzer nur unzureichend informiert; eine Vorsorgepolitik wird nicht eingeleitet. Die Unsicherheiten über die Risiken in der Öffentlichkeit sind nicht auf unklare Forschungsergebnisse zurückzuführen, sondern auf den beherrschenden Einfluss der Industrie auf Politik und Medien.

@ INAKARB© INAKARB

@ INAKARB

Dr. A.Onur: Aktuelle internationale Studien hinsichtlich Mobilfunkstrahlung zeigen neben der Förderung von Krebserkrankungen eine Beeinflussung von Hirnströmen, Hirndurchblutung, Spermienqualität und eine Destabilisierung der Erbinformation. Zu welchen Ergebnissen kamen Sie als Wissenschaftler, welche primären Probleme sehen Sie im Vordergrund stehen?

Prof. E.Edinger: Neue Forschungsergebnisse zur Wirkung von HFEMF (Hochfrequente Elektromagnetische Felder) legen heute nahe, Mobilfunkstrahlung als kanzerogen einzustufen. Bisher war ein Unsicherheitsfaktor in der Diskussion die lange Latenzzeit zwischen der Einwirkung eines Karzinogens und der Diagnose des Tumors und die noch relative kurze Zeit der Anwendung der Mobilfunktechnologie. Grundlage für die WHO-Eingruppierung „möglicherweise krebserregend“ waren die Ergebnisse der Interphone Studie (Interphone Study Group 2011) für Vielnutzer (mehr als 1640 Stunden/Jahr) und die Studien des schwedischen Onkologen und Epidemiologen Prof. Lennart Hardell, der für Vielnutzer mit über 20 Jahren Handynutzung ein bis zu fünffach erhöhtes Tumorrisiko nachwies für dieselben Tumorarten, die jetzt auch die bestrahlten Tiere in der NTP-Studie entwickelten.

In den USA wurden am 27.05.2016 die ersten Teilergebnisse der Studie des National Toxicology Program (NTP), der bisher umfassendsten Tierstudie (Ratten) zu nicht-ionisierender Strahlung und Krebs, vorgestellt (Wyde et al. 2016). Sie wurde von der Regierung der USA mit 25 Mio. Dollar finanziert. Das Ergebnis der NTP-Studie: Mobilfunkstrahlung kann zu Tumoren führen. In der bestrahlten Gruppe der männlichen Ratten wurden Tumoren (Schwannom, Gliom) gefunden, und bei einer zusätzlichen Anzahl von Ratten präkanzerogene Zellveränderungen (Hyperplasie von Gliazellen). In der Kontrollgruppe entwickelten sich keine Tumoren.

@ INAKARB© INAKARB

@ INAKARB

Dr. A.Onur: Wie schätzen Sie die in Entwicklung stehende fünfte Mobilfunkgeneration (5G), welche bis in den Millimeterwellenbereich sendet und u. a. die Haut belastet, ein? Welche gesundheitlichen Auswirkungen können von 5G ausgehen?

Prof. E.Edinger: Der neue 5G Standard hat es tatsächlich in sich, er sendet mit sehr starken Frequenzen, die bis in die menschliche Zellstruktur eindringen können. Seit Bekanntgabe des neuen 5G Sendestandards haben sich daher mehr als 180 Wissenschaftler und Ärzte aus 36 Ländern zusammengeschlossen und fordern ein Moratorium beim Ausbau der fünften Generation für Telekommunikation, bis alle potenziellen Risiken für die menschliche Gesundheit und die Umwelt vollständig durch industrieunabhängige Wissenschaftler erforscht wurden. Bei 5G wird sich, so wie es derzeit aussieht, die Exposition gegenüber elektromagnetischen Feldern im Hochfrequenzbereich (HF-EMF) stark erhöhen, indem es zu GSM, UMTS, LTE, WLAN, usw. hinzukommt, die bereits für die Telekommunikation genutzt werden. Es ist erwiesen, dass HF-EMF für Menschen und die Umwelt schädlich sind. Der 5G Standard führt daher zu einer massiven Zunahme der Zwangsexposition durch kabellose Kommunikation.

@ INAKARB© INAKARB

@ INAKARB

INAKARB AKADEMIE Bonner Str. 10 | 53424 Rolandseck Telefon: +49 (0)2228 913 450

E-Mail: info@inakarb.de | www.inakarb.de

Mehr zum Thema lesen>> Teil 2

Bildquellen

  • INAKARB: INAKARB
  • praxis INAKARB: INAKARB
  • INAKARB: INAKARB
  • praxis INAKARB: INAKARB
  • INAKARB Gebäudeansicht: INAKARB
Share.

Leave A Reply