Die Petersilie ist eine zweijährige Gewürzpflanze, die wildwachsend auf den Kanarischen Inseln und im Mittelmeergebiet vorkommt. Bis zu einem Meter können die Pflanzen in die Höhe wachsen und dabei entweder die hierzulande beliebten krausen oder die in Südeuropa vorherrschenden glatten Blätter tragen (p. sativum). Der Volksmund verwendet Bezeichnungen wie Bittersilche, Grönte, Kräutel, Peterle und Peterling; Apostrophierungen als Stehsalat, Geilwurz und Bockskraut weisen auf die (angeblich) potenzfördernde Wirkung hin, die man der Petersilie zuschreibt. Als eines der beliebtesten und traditionsreichsten Küchenkräuter der Gegenwart sollte die Petersilie am besten frisch verwendet werden, da sie beim Einfrieren oder Trocknen stark an Aroma verliert. Auch sollte man sie am besten nicht kochen, da sie sonst ihr reichhaltiges Vitaminbouquet verliert. Ihre vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten machen sie zum Begleiter für Soßen, Suppen, Fisch, Fleisch, Muscheln, Kartoffeln und Knödel. Außerdem hat sie ihren festen Platz als Bestandteil des Bouquet garni.

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Petroselinum crispum

Doch die Petersilie ist auch eine Heilpflanze mit hohem Gehalt an Vitamin A, B1, B2, C und E, die belebt, den Verdauungsapparat anregt und förderlich auf Blase und Niere wirkt. Neben der heute etwas in Vergessenheit geratenen Heilwirkung schrieb man dem Kraut auch mythische Bedeutung zu; so bekränzten die Griechen ihre Helden nicht nur mit Lorbeer, sondern auch mit Petersilie. Sie galt den Menschen als Symbol der Freude und Festlichkeit, daher trug man Petersilienkränze zu Gastmählern. In Kriegszeiten war sie den antiken Athener Kämpfern verboten, weil man glaubte, sie heize die Lust zu sehr an. Auch die Insel der Nymphe Kalypso war, als diese den Odysseus verführte, mit Petersilie bedeckt. Die pharmakologische Wirkung kommt durch das in den Früchten enthaltene ätherische Öl mit dem Aromastoff Apiol zustande. In der Tat kann hier eine harntreibende und menstruationsfördernde Wirkung festgestellt werden, die in hohen Dosen sogar abortive Kräfte entwickelt. Generell kann es zu einer Blutüberfüllung der Gefäße kommen, vor allem im kleinen Becken. Diese Wirkungen lassen die in großer Zahl überlieferten makabren Sprüche, wie etwa „Petersilie hilft dem Mann aufs Pferd, den Frauen unter die Erd“, in einem ganz anderen Licht erscheinen.

Medizinische Anwendung: Verdauungsstörungen, Anregung der Harnorgane ferner Verstopfung, Frühjahrsmüdigkeit, Bluthochdruck, Wehenförderung.

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