Mikimoto – Der Begründer der Perlenzucht

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Die Vision, die den Erfinder der Zuchtperle Kokichi Mikimoto (1858-1954) Zeit seines Lebens bestimmte, bleibt in den glamourösen Kreationen der von ihm 1893 gegründeten, bis heute weltberühmten Juwelenkompanie K. Mikimoto & Co. weiterhin spürbar.

Mikimoto Kokichi (1858 – 1954)© mikimoto.com

Mikimoto Kokichi (1858 – 1954)

Natur und Kultur

Die magische Anziehungskraft, die die Juwelen der Meere von Beginn an auf Mikimoto Kōkichi (御木本 幸吉, 25 January 1858 – 21 September 1954) ausübten, wurde bereits von den Perlentaucherinnen der japanischen Halbinsel Ise, auf der er 1858 als ältester Sohn eines Nudelmachers geboren wurde, entfacht und auf einer Reise nach Tokio durch die Perlenhändler Yokohamas weiter gesteigert. Als die internationale Nachfrage nach Perlmutt nahezu alle natürlichen Perlmuschelvorkommen erschöpft hatte, setzte er die in ihm herangereifte Idee, die runden Kostbarkeiten zu züchten, indem er künstliche Kerne in lebende Muscheln implantierte, 1888 auf seiner eigenen Perlenzuchtfarm um. Die Schöpfung der ersten Zuchtperle, bei der es sich noch um eine halbrunde Mabe-Perle handelte, gelang ihm erst fünf Jahre später kurz vor dem Bankrott durch die Verwendung eines Perlmuttkügelchens als Fremdkörper.

Kreisrunde Zuchtperlen erobern die Welt

Mit der einmaligen Kreation kreisrunder Zuchtperlen trat der Pionier Anfang des 20. Jahrhunderts seinen Triumphzug um die Welt an, indem er die Kerne vollständig in das lebende Mantelgewebe der Akoya-Muschel einfügte. Gegen Produzenten von Naturperlen, die die vergleichsweise günstigen, bald von der Juwelenkompanie K. Mikimoto & Co. in Massen produzierten „Mikimoto-Perlen“ als „Fälschungen“, „Faux-Pearls“ und „Fakes“ deklarierten, verteidigte der „Vater der Zuchtperle“ die Ebenbürtigkeit seiner kostbaren Kinder. Nach jahrelangen Prozessen ging der Alchemist der Meere juristisch als Sieger hervor, da seine Zuchtperlen sich von der „inneren Glut“ ihres glanzvollen Orients über die Konsistenz und schillernde Farbe bis zur Perfektion ihres Lüsters nicht von echten Perlen unterscheiden liessen. Nach umgehender Prüfung fand die Wissenschaft als einzige Diskrepanz die gezielte Einführung eines Fremdkörpers in eine Perlauster, die ansonsten der zufälligen Laune der Natur ausgesetzt wäre.

Mikimoto heute: Tradition und Innovation

Noch immer steht die Juwelenkompanie K. Mikimoto & Co. als weltweit führende Manufaktur einzigartiger Kreationen aus feinsten Akoya- und Südseezuchtperlen für Spitzenqualität, ausgefeilte Verarbeitung und individuelles Design. Diese Werte versinnbildlicht auch die Kollektion 2009 mit den wunderschönen Perlohrringen Hoops und der endlosen, asymmetrischen Halskette Tempo, beide in 18 Karat Gold, die aus einer modernen Interpretation der traditionellen Verarbeitung feinster Akoya-Zuchtperlen hervorgegangen sind. Exklusive Südsee-Zuchtperlen wirken in der klassischen Version Prestige, mit Diamanten besetzt in 18 Karat Platin, besonders edel, während die Milano Kollektion aus der Feder von Giovanna Broggian eine Symbiose japanischer Kultur mit italienischer Inspiration darstellt. Nur im exquisiten Flagstore Manhattans und in ausgewählten Boutiquen in den USA, Grossbritannien, Frankreich, Japan und Hongkong werden die originalen Mikimoto-Perlen angeboten. (sh)

Mehr Informationen: https://www.mikimoto.com

 

Bildquellen

  • MIKIMOTO_Kokichi: mikimoto.com
  • Mikimoto Akoya Cultured Pearl Collection: Mikimoto
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