Vintage Schmuck – Nicht nur Diamonds are forever

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Bei Schmuck und Juwelen ist gegenwärtig ein neuer Trend unübersehbar. Ein neuer Trend zum Alten: Schmuck gefertigt nach Vorlagen vergangener Jahrzehnte und Jahrhunderte. Erste Adresse für diesen Trend ist Fred Leighton in New York. Aber auch europäische Juweliere haben die Mode erkannt, ihre lange Tradition können sie dabei als besonderes Potenzial ausspielen.

Engagement @ Fred Leighton

Moden sind ihrem Wesen nach dem Wandel unterworfen und können recht schnelllebig sein. Selten jedoch gehen sie gänzlich verloren, ihre zahlreichen Facetten durchleben unregelmäßige Renaissancen. Was out ist, hat doch gute Chancen, demnächst wieder in zu sein. Ebenso gut kann es vorkommen, dass dem nostalgischen Charme der Vergangenheit bewusst nachgefühlt wird, um ihn als Statement individuellen Geschmacks aufleben zu lassen.

Strömungen wie diese sind es, die sich in der Welt des Schmucks gegenwärtig zu einem neuen Trend zum Alten manifestieren. Man trägt alten Schmuck auf oder lässt sich neue Juwelen nach alten Vorlagen anfertigen. „Vintage jewels“ wird dieser Trend in Amerika genannt, wo er unter Film- und Musikgrößen immer breiteren Anklang findet. Schmuck im Stile einer bestimmten Zeit wird zu einem individuellen Ausdruck der Persönlichkeit wie die Vorliebe für den präferierten Wein.

Bedeutender Vorreiter dieser Entwicklung ist ohne Zweifel Fred Leighton. Das New Yorker Juwelierhaus hatte ursprünglich mit Schmuckkompositionen angefangen, die den exotischen Stil fremder Kulturen aufgriffen. Mitte der Achtziger wechselte man von der Orientierung an fremden Ländern zur jener an fremden Zeiten. Heute führt Fred Leighton ein umfangreiches Sortiment an Schmuck jedes relevanten Stiles, der zwischen dem 18. und der Mitte des 20. Jahrhundert prägend gewesen ist.

SIGNED FRED LEIGHTON @ Fred Leighton

Wie bei anderen weltberühmten Juwelieren, wirbt in erster Linie die beeindruckende Kundenliste von der außerordentlichen Qualität von Fred Leightons Arbeiten. Nicole Kidman trug zur Oscarverleihung 2013 Ohrringe aus Gold und Email aus dem Hause Leighton. Zur Gala der Golden Globes zeigte sich jüngst Lupita Nyong’o mit Vintage-Schmuck der Marke. Weitere namhafte Kunden von Fred Leighton sind unter anderem Sarah Jessica Parker, Sandra Bullock und Natalie Portman. Die Verbindung mit der Filmwelt kommt nicht von ungefähr. Beim Dreh von Filmen, die ein historisches Sujet behandeln, kommen die Actricen mit den Kleinodien vergangener Tage in Berührung. Durch Schmuck im Stile der Dreißiger bis Fünfziger Jahre können sie sich zudem in die Tradition der goldenen Jahre von Hollywood stellen. Zugleich werben sie mit ihren Rollen und Auftritten für Vintage-Schmuck und fördern die Popularität des Trends.

Lange schon ist dieser Trend demgemäß keine Exklusivität von Fred Leighton mehr. Er hat seinen Weg nach Europa gefunden. Für die großen Juwelierhäuser der Alten Welt ist diese Entwicklung umso mehr willkommen, da sie ihnen ermöglicht, ihre weitreichende Tradition auf ganz neue Weise zu zelebrieren. Häuser wie zum Beispiel Cartier müssen sich nicht wie Fred Leighton darauf beschränken, den Stil vergangener Epochen zu imitieren. Vielmehr können sie Formen und Muster neu aufleben lassen, die eben schon damals vor fünfzig oder hundert Jahren echt Cartier (oder Bulgari oder…) waren. www.fredleighton.com

Gerade Bulgari hat sich hier einen Namen gemacht. Die Marke verfügt über eine umfangreiche Sammlung eigener Stücke, die bis zur Unternehmensgründung zurückreichen. Seit 2009 war diese Sammlung unter dem Titel ‚Eternal Jewels: A Magnificent Heritage since 1884‘ in Museen in Rom, Paris, Peking und Shanghai zu sehen. Mitte des Jahres kommt die Ausstellung nach Singapur. Vereinzelt hat Bulgari mit Reproduktionen der Exponate dieser Sammlung begonnen und es steht zu erwarten, dass dieses Angebot ausgeweitet wird, so man die Ausstellung demnächst fast wie einen Katalog lesen darf.

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