Widder Hotel –Im Dialog: Jan E. Brucker

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Den stilvollen Charme des Individuellen im erlesenen Segment der Zürcher Luxushotellerie verkörpert das WIDDER HOTEL, ein architektonisches Unikat, das mit subtiler Weitsicht und detailbewusstem Understatement von General Manager Jan E. Brucker geführt wird. Selbst die kleinsten Bedürfnisse des anspruchsvollen Gastes erfahren jegliche Erfüllung, die zum gelebten Selbstverständnis des exklusiven Hauses zählt. Eine überaus angenehme sowie liebevoll geführte Dienstleistungskultur und die jeweils unterschiedlich gestaltete Persönlichkeit der bis ins kleinste Detail perfekt abgestimmten 49 Zimmer führen den Gast in die Atmosphäre vollendeter Behaglichkeit und herrlichen Wohlbefindens.

Jan E. Brucker

Jan E. Brucker

G+F, Dr. Onur: Das Widder Hotel zeichnet sich durch seinen individuellen Charme und die persönliche Handschrift von Ihnen und Ihrer Frau aus. Wo sehen Sie Ihr Haus innerhalb der Luxushotellerie von Zürich angesiedelt?
Jan E. Brucker: Wir bezeichnen uns gerne als Nischenprodukt. Gerade hier auf dem Zürcher Markt sind wir ein Unikat, obgleich Zürich – im Gegensatz zu Genf – über verhältnismässig wenig Kettenhotels verfügt. Und doch sind wir im Luxussegment das kleinste Haus. Was uns auszeichnet ist die ausgeprägte Individualität. Ich muss jedoch betonen, dass es eine gute Ergänzung zu den anderen Häusern im Luxussegment darstellt, wobei die letztendliche Entscheidung selbstverständlich dem jeweiligen Gast obliegt, wo er zu logieren gedenkt. Hat er eine Vorliebe für die Grandhotellerie, kommt er wohl eher nicht zu uns. Tendiert er mehr in Richtung Design und zum Konzept eines Boutiquehotels, dann wird er uns mit Vorliebe aufsuchen. Unter der Woche sind es in erster Linie Geschäftsleute, die Zürich besuchen. Da profitieren wir vor allem von unserer zentralen Lage. Dann haben wir unsere Stammklientel, unter anderem aus dem süddeutschen Raum – Gäste, die aus kulturellen Ambitionen nach Zürich kommen und ihren Aufenthalt bei uns mit einem Besuch des Schauspielhauses oder der Oper verbinden.

G+F, Dr. Onur: Das Widder Hotel wirkt wie ein vielteiliges Ensemble, das sich aus verschiedenen räumlichen Einheiten zusammensetzt – fast wie ein kleines urbanes Refugium.
Jan E. Brucker: Das Haus wurde aus neun unterschiedlichen Liegenschaften zusammengefügt, wobei zahlreiche Durchbrüche von einem Haus zum nächsten geschaffen und mit brückenartigen Verbindungsgängen ergänzt wurden, wo sich zuvor Hinterhöfe befanden. Diese räumliche Vielfalt ergibt zum einen ein verwinkeltes Gesamtbild und zum anderen bestimmt es den besonderen Charme des Hauses. Da das ganze Quartier unter Denkmalschutz steht, durfte nichts mehr verändert werden. Von einst 37 Häusern in ursprünglich gleichem Besitz hatte man dann entschieden, aus neun Häusern dieses Hotel zu bauen. Das Widder Hotel wurde innerhalb von vier Jahren mit einem enormen Aufwand errichtet; unter anderem mussten Betonböden hineingegossen werden, um eine statische Stabilität zu schaffen. Die Bauzeit zog sich in die Länge, da der Bau auf Grund denkmalhistorischer Funde immer wieder gestoppt werden musste. So entdeckte man beispielsweise im Bereich der heutigen Réception den alten römischen Strassenverlauf in die nahegelegene Stadt Baden (Aquae Helveticae).

© Hotel Sacher Wien

G+F, Dr. Onur: Gab es bei diesem sensiblen Bauvorhaben auch denkmalpflegerische Kompromisse?
Jan E. Brucker: Ja, beim zehnten Gebäude, das nicht mehr in originaler Form existiert. Um nämlich vertikale Verbindungen innerhalb des Hotels optimal herzustellen, wurden Gästelifte und Treppen zusammengefasst und dafür das rückliegende Haus am Rennweg 3 ausgekernt. Durch diesen gezielten Eingriff konnten die übrigen Häuser geschont werden und gleichzeitig erhielt das Hotel ein zentrales Treppenhaus quasi als „Rückgrat“. Dieses ist eine selbsttragende Konstruktion aus Chromstahl und ist im zweiten Untergeschoss abgestützt. Man sieht noch die alten Fensteröffnungen und den ehemaligen Eingang zum Haus. Der Prozess war damals ausserordentlich spektakulär, da das Treppenhaus in fast nur einem Stück per Kran über das Dach hineingestülpt wurde.

G+F, Dr. Onur: Worauf legen Sie als General Manager in Ihrem Haus am meisten Wert?
Jan E. Brucker: Ein Teil der Arbeit besteht darin, die besondere Aufmerksamkeit, die ein derart individuelles Haus benötigt, aufzubringen. Es handelt sich hier nun einmal nicht um einen 08/15-Standard, ähnlich den amerikanischen Kettenhäusern, wo einfach alles einem Standard entspricht. Hier gleicht kein Zimmer dem anderen. Manche Gäste äussern bei der Zimmerwahl ihre Vorlieben und Wünsche, die wir dann vermerken. Unsere Stammgäste lassen sich aber auch gerne überraschen und freuen sich, ein neues Zimmer kennen zu lernen – schliesslich verfügt jedes unserer Zimmer über seine Eigenart und seinen ganz besonderen Charakter. Mir liegt sehr viel daran, dass der Gast von Behaglichkeit empfangen wird. So wäre es beispielsweise angemessen, sobald der frisch eingetroffene Gast auf das Zimmer geht, wo er bei Sonnenschein die Möglichkeit hat, auf seine Terrasse hinauszugehen, wenn er alles perfekt vorbereitet findet, damit er zugleich das schöne Wetter in vollen Zügen geniessen kann. Ich erachte es als meine ganz spezielle Aufgabe, alle Details im Hause hinsichtlich ihrer Stimmigkeit zu überprüfen. Wann immer möglich und gewünscht ist auch der Gästekontakt wichtig. Ich bin ein General Manager, der zu Mittag und am Abend durchs Restaurant geht, um die Leute persönlich am Tisch zu begrüssen. Dieser direkte Umgang, der an mir haften geblieben ist, stammt noch aus der Zeit, als ich in der Ferienhotellerie tätig war, wie etwa in Zermatt.Vieles hängt einfach davon ab, was für ein Geist im Hause vorherrscht. Generell liegen mir der Teamgeist, die Zusammenarbeit und die Hilfsbereitschaft füreinander sehr am Herzen.
So wie man seine Mitarbeiter behandelt und wie der Umgang und die Kultur in einem Hause ist, so präsentiert sich letztlich auch das Personal dem Gast gegenüber. Diese Prozesse spiegeln sich sozusagen wider – der Umgang und die Kommunikation sind schon elementar und müssen einfach stimmen.

Widder Hotel Zürich

Widder Hotel Zürich

G+F, Dr. Onur: Man hat im Zuge dieses diffizilen Bauvorhabens keinen Aufwand gescheut.
Jan E. Brucker: Ja, das ist wahr. Der älteste Teil des Hotels stammt aus dem zehnten Jahrhundert. Es handelt sich dabei um das kleine sogenannte römische Steinhaus, das eines der ältesten noch existierenden Häuser der Stadt Zürich ist. Der einzige Punkt, den man hier verändern durfte, war, den Raum anzuheben, damit dieser mehr Volumen bekam. So hat man die tausendjährige Säule auf einen Betonsockel gestellt. Die ursprüngliche Höhe des Hauses ist noch an den tiefen Fenstern ablesbar. Hinzu kommt, dass die Häuser damals grösstenteils nicht unterkellert waren. Es gab maximal ein Kellergeschoss pro Haus. Heute gehen wir fünf Stockwerke tief ins Erdreich. Unser Hotel verfügt heute über zwölf Etagen, davon fünf Untergeschosse. Jedes der Zimmer hat seine ganz eigene Historie und manche Massnahmen waren mit einem enormen Aufwand verbunden, begleitet mit raffinierten Details, wie etwa einer intelligenten Lichtregie, wie das Beispiel unserer Penthouse Suite demonstriert. Wenn man hier nachts aufsteht, um zur Toilette zu gehen, wird man angenehm vom Licht geführt. Im Badspiegel haben wir einen Fernseher eingelassen und eine neue Wanne eingerichtet, was die Sicht auf den Bildschirm ermöglicht. Das eigentliche Highlight ist jedoch die Terrasse der Suite, die man über einen Treppenzugang erreicht und wo man mit einem fantastischen Blick auf die Dächer von Zürich überrascht wird. Beim ersten Regentropfen schliesst sich durch eine Sensortechnik das Glasdach über dem Treppenaufstieg zur Terrasse. Das Glas sorgt für eine Panoramawirkung und schafft eine lichte Raumatmosphäre in der Suite.

G+F, Dr. Onur: Bezüglich Ihres Mobiliars fallen mir einige Sonderanfertigungen auf. Wurden diese extra für das Widder Hotel entwickelt?
Jan E. Brucker: Die Handschrift des Individuellen zieht sich konsequent durch das ganze Haus – dies betrifft nicht nur das Bauwerk. Die Schweizer Architektin Frau Tilla Theus legte grossen Wert darauf, dass man beispielsweise die Tische anheben kann, wenn der Gast seine Mahlzeit im Zimmer einnehmen möchte. Es war nicht in ihrem Sinne, dass der Roomservice einen Tisch in das Zimmer hereinrollt. Dieses Detail passte einfach nicht zum durchdachten Gesamtkonzept des Hotels, weshalb sie einen Tisch konzipierte, der den gewünschten Erfordernissen gerecht wird. Eine weitere Finesse unserer Architektin sind ihre mit einem verstellbaren Spiegel versehenen Design-Lampen. Wenn man zu zweit im Bett liegt, wobei der eine schlafen und der andere noch lesen möchte, dann kann man das Licht anhand des integrierten Spiegels ganz spezifisch auf das Buch ausrichten und der Rest bleibt im Dunkeln. Es ist eine wunderbare Lösung. Diese Lampen sind sogar käuflich.

G+F, Dr. Onur: Weshalb verfügen die neun „Häuser“ ihres Hauses über neun verschiedene Farben sowie Türmuster?
Jan E. Brucker: Die internen Verbindungen im Haus sind einer Gasse gleich aufgebaut: Die Fassadenfarben, mit welchen die Architektin jedem Gebäude seine eigene Identität verliehen hat, begleiten auch den inneren Weg. Die Erkennbarkeit jedes Hauses wird im Innern zusätzlich durch eine subtile Orientierungshilfe unterstrichen: In den einzelnen Häusern sind die Zimmertüren, wie damals die Haustüren der ursprünglichen Gebäude, als Intarsien mit Trompe-l’Œil-Wirkung als Wiedererkennungseffekt interpretiert. Frau Tilla Theus orientierte sich dabei an alten Aufzeichnungen und Bildern. Um diese Form der räumlichen Identifikation und Unverwechselbarkeit zu perfektionieren, hat jedes Haus auch seinen eigenen Namen, der den alten Bezeichnungen aus der mittelalterlichen Zunftsprache entstammt. So ist beispielsweise das sogenannte Haus zum Bankknecht auf den Schlachter – den Gesellen, der an der Schlachtbank gearbeitet hat – zurückzuführen. Als visuelles Erkennungsmerkmal kommt noch die graphische Darstellung des jeweiligen Hauses hinzu, welche als Emblem neben jeder Zimmertür in Form einer Plakette angebracht ist; sie ist wiederum auf dem Schlüssel-anhänger eines jeden Gästezimmers zu erkennen.

G+F, Dr. Onur: Welche Bewandtnis hat das Emblem des Widders, der zudem Namensgeber Ihres Hauses ist?
Jan E. Brucker: Im Mittelalter war Zürich durch Zünfte organisiert. Auch die Metzgermeister hatten sich damals in einer Zunft vereinigt – der sogenannten Widder Zunft. Diese hatte das Haus an der Ecke Rennweg/Widdergasse im Jahre 1401 erworben; sie kaufte es für 100 Gulden aus der Hinterlassenschaft des in Ungnade gefallenen Ratsherren Heinrich Wider, von dem sie auch den Hausnamen „Zum Widder“ übernahm. Während fast 400 Jahren war sie in der Folge Hausherrin am Rennweg Nr. 1. Um einer möglichen Enteignung durch die französischen Besetzer zuvorzukommen, veräusserte sie ihren Sitz im Jahre 1802 an die Stadt. Anlässlich der Hoteleröffnung kehrte die Widder Zunft in ihr ursprüngliches Haus zurück und geniesst seither, unter neuer Eigentümerschaft, ständiges Gastrecht.

ADRESSE

Widder Hotel
Rennweg 7
8001 Zürich

T +41 44 224 25 26
Fax +41 44 224 24 24

www.widderhotel.ch
home@widderhotel.ch

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