Widder Restaurant

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Das erstklassige Gourmet-Restaurant ist eine höchst erlesene kulinarische Perle, die in der wohltuenden Geborgenheit der faszinierenden historischen Vita des Widder Hotels ruht und eine kontemplative Sphäre brillanter Kulinarik eröffnet.

Widder Restaurant

©Widder Restaurant

Bereits die Dramaturgie des Interieurs ist in feinster Weise aufeinander abgestimmt, wie etwa das Lichtdesign, das als elegante Linsenbeleuchtung den geschichtsträchtigen Raum in ein angenehm-warmes Licht taucht. Der diskrete Charme ist ebenso im ausgesuchten Mobiliar und den Stühlen des Zürcher Architekten Max Ernst Haefeli (1926) gegenwärtig, deren elegante Stilistik der Neuen Sachlichkeit die eher leise Geste des Raumes aufgreift, um den genussorientierten Gast trefflich auf das Eigentliche – die vorzügliche kulinarische Regieführung des Executive Chefs Alexander Kroll – einzustimmen.
In seinen raffinierten kulinarischen Kreationen spürt man die Liebe zu den erlesenen Produkten sowie die ausgeprägte Leidenschaft zur Küche, wobei er die faszinierende Bandbreite der traditionellen klassischen Hochküche bis hin zu den feinen Facetten fernöstlicher Kochkultur mit kreativ-virtuoser Souveränität beherrscht. Frei von ornamentalen Spielereien legt Alexander Kroll grossen Wert auf eine klare und in der Aromenstruktur authentische Linienführung seiner mit handwerklicher Finesse zubereiteten Speisen. Geradezu meisterhaft ist seine herrliche Bisque vom Taschenkrebs und Königskrabben mit Vadouvan, wobei die überaus angenehme aromatische Ausdrucksstärke und das Naturell des feinst zubereiteten Taschenkrebses mit einer schönen, nahezu kakaohaft anmutenden Note ausklingen und dem Gast sogleich die kulinarischen Subtilitäten des Atlantiks erlebbar machen. Ebenso ist sein geeistes Kartoffelsüppchen mit Nordseekrabben und Speck ein harmonischer Wohlklang, an welchem man sich delektiert.

Widder Restaurant

©Widder Restaurant

Seine unorthodox-erfrischende Stilführung macht sich in perfekt aufeinander abgestimmten Aromen-Szenarien bemerkbar, wo sein profundes Kräuterwissen und das wohldurchdachte Einfliessen graziler asiatischer Akzente in vegetarischen Gerichten wie etwa dem Aquarello-Risotto mit Zitronenmyrte, sautierten, frischen Morcheln und Thaispargel oder in feinsten Fischzubereitungen wie dem lauwarmen bretonischen Hummer mit Zitronenmyrte, bespielt von Thaispargel, geschmolzener Tomate und einer schönen Kartoffelcrème, vollauf zur Entfaltung kommen.
Begleitet wird der Genuss von der ebenso virtuos geführten Kennerschaft des Restaurantmanagers Sebastian Seubert, der mit zielsicherer Hand zu jeder Speisenkomposition einen adäquaten charaktervollen Wein serviert, der mit den feingliedrigen Aromen wunderbar korrespondiert und das Geschmackserlebnis vertieft. Auf den klassischen Grundfesten baut der makellos pochierte St.-Peters-Fisch auf glasiertem Chicorée auf, dessen in Zucker karamellisierter süsslich-zarter Ton sich vorzüglich mit den hausgemachten Sepianudeln und der Senfkörner-Estragon-Sauce vereint. Die kulinarischen Kompositionen Alexander Krolls sind von dramaturgischer Raffinesse, wobei die perfekt aufeinander abgestimmten Produkte stets ihr authentisches Aroma entfalten und dem Gast wahre Gaumenfreuden bereiten. (ao)

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